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Was bedeutet "Embodiment"?

Das englische Wort „Embodiment“ läßt sich in die Bestandteile „body“, engl. für Körper
oder Leib und die Nominalisierung „-ment“ mit der englischen Vorsilbe „em“-, für „ein“- 
zerlegen. Die Vorsilbe und die Endung können als Einfassung des Wortes „body“ gesehen werden. Daraus lässt sich die deutsche Übersetzung „Verkörperung“ oder „Verleiblichung“ ableiten.

In Judith Blackstones Buch "Belonging here" gibt es diese Passage: "Unseren Körper zu bewohnen bedeutet, in die ganze innere Tiefe unseres Körpers einzutreten und darin zu leben. Es bedeutet nicht nur, sich unseres Körpers bewusst zu sein. Es ist zum Beispiel anders als ein "Körperscan", bei dem wir unser Bewusstsein von einem Teil unseres Körpers auf einen anderen verlagern. Es geht nicht nur darum, unseren Atem oder die physischen Empfindungen in unserem Körper bewusster wahrzunehmen. Wenn wir unseren Körper bewohnen, sind wir in unserem Körper präsent. Wir fühlen, dass wir der innere Raum unseres Körpers SIND".

Bei dem Konzept Embodiment handelt es sich um eine Erkenntnistheorie (Gattung), welche die Körperarbeit oder den Körper (Art) als „neue“, vernachlässigte Dimension anerkennt und integriert. Das Konzept Embodiment steht damit in der Reihe der menschlichen Erkenntnistheorien nach dem Behaviorismus und der kognitiven Wende und gilt als 3. Revolution. 

Oder einfacher: Embodiment fusst auf der Wechselwirkung von Körper und Psyche


Die Autoren des Buchs mit dem Titel „Embodiment. Die Wechselwirkung
von Körper und Psyche verstehen und nutzen.“ (Storch et al., 2011) verweisen darauf,
dass es sich bei Embodiment weder um ein einheitliches Konstrukt noch um eine eigene
neue Erfindung handelt. Vielmehr ist bei der Beschreibung der Interaktion von Körper
und Geist bzw. Psyche aus systemischer/kognitionswissenschaftlicher, psychologischer,
neurobiologischer und körpertherapeutischer Sicht eine wissenschaftliche Grundlage
entstanden, auf der Befunde aus den unterschiedlichen Disziplinen ausgetauscht und
durchleuchtet werden können. „Wir haben uns entschieden, in diesem Fall doch das englische Wort zu benutzen, weil sich auf der Grundlage des Begriffs ,Embodiment‘ eine
neue, viel versprechende wissenschaftliche Gemeinschaft zu bilden beginnt“ (Storch et
al., 2011, S. 8).

Aus systemischer Sicht findet Kognition nicht ausschließlich im Kopf statt, sondern erstreckt sich über Gehirn, Körper und Umwelt; sie ist also eingebettet („embedded“). Bei Tschacher (2011) erfolgt die Einbettung zweifach: im Körper und in der Umwelt. Die Zusammenhänge zwischen Körper und Umwelt sind immer wechselseitig. Kognition ist durch die Körperzustände und Gefühle embodied und durch die Umwelt situiert. 


„ ‚Embodied‘ bedeutet: Kognition findet in ständiger Wechselwirkung mit dem Zustand des Körpers statt, in den die Kognition eingebettet ist. Körperzustände sind z.B. Körperausdruck, -haltung, -spannung. Gefühle (also Affekte und Emotionen) sind ebenfalls wesentlich Körperzustände. Die Wechselwirkung Kognition – Körper ist zirkulär-kausal. Der Körper wirkt also als Kontrollparameter auf die Kognition ein und verursacht so die Bildung von kognitiven Mustern.

‚Situiert‘ bedeutet: Wie in den Körper, ist Kognition auch in die weitere Umwelt eingebettet. Auch Umweltzustände können als Kontrollparameter auf die Kognition einwirken und Musterbildung verursachen.

Embodiment und Situiertheit sind damit motivational wirksame Einbettungen. (Intelligenz ist ohne Einbettung nicht möglich.)“ (Tschacher, 2011, S. 31) 
Aus systemischer Sicht findet Kognition nicht ausschließlich im Kopf statt, sondern erstreckt sich über Gehirn, Körper und Umwelt; sie ist also eingebettet („embedded“). Bei
Tschacher (2011) erfolgt die Einbettung zweifach: im Körper und in der Umwelt. Die
Zusammenhänge zwischen Körper und Umwelt sind immer wechselseitig. Kognition ist
durch die Körperzustände und Gefühle embodied und durch die Umwelt situiert.
„ ‚Embodied‘ bedeutet: Kognition findet in ständiger Wechselwirkung mit
dem Zustand des Körpers statt, in den die Kognition eingebettet ist. Körperzustände sind z.B. Körperausdruck, -haltung, -spannung. Gefühle (also Affekte und Emotionen) sind ebenfalls wesentlich Körperzustände. Die Wechselwirkung Kognition – Körper ist zirkulär-kausal. Der Körper wirkt also als
Kontrollparameter auf die Kognition ein und verursacht so die Bildung von
kognitiven Mustern.
‚Situiert‘ bedeutet: Wie in den Körper, ist Kognition auch in die weitere Umwelt eingebettet. Auch Umweltzustände können als Kontrollparameter auf
die Kognition einwirken und Musterbildung verursachen.
Embodiment und Situiertheit sind damit motivational wirksame Einbettungen. (Intelligenz ist ohne Einbettung nicht möglich.)“ (Tschacher, 2011, S. 31) 









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