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Die Resilienz der Lotusblüte

Oder warum dort, wo wir auf die Nase fallen, manchmal das Ende des Regenbogens ist. 

Resilienz, das ist ein Begriff aus der Psychologie, der bis heute untrennbar mit der Kauai-Studie der US-Psychologin EmmyWerner verbunden ist. 1955 startete die Expertin eine Langzeitstudie, in der sie die psychische Stärke von knapp 700 Kindern auf Hawaii untersuchte. Sie wollte herausfinden, wie Kinder aus schwierigen Verhältnissen es schaffen, sich zu stabilen und widerstandsfähigen Erwachsenen zu entwickeln. Dazu begleitete sie sie rund 32 Jahre lang und lieferte mit der Studie Erkenntnisse, die bis heute beim Resilienztraining eine Rolle spielen. Zu den Faktoren, die laut Werner für die Resilienz eines Menschen verantwortlich sind, gehören unterschiedliche Komponenten.

Trainieren Sie Ihre Resilienz wie einen Muskel

Die Grundlage ist jedoch die familiäre Sozialisation, ein unterstützendes Umfeld voller Respekt und Vertrauen. Resilienz ist somit keine angeborene, sondern eine erworbene Eigenschaft. Und das ist eine sehr positive Erkenntnis. Denn etwas, was nicht genetisch vererbt wurde, kann wie ein Muskel trainiert werden. Auf dieser Erkenntnis basiert unter anderem das Resilienztraining. Testen Sie Ihre persönliche Resilienz: Zum Test

Methoden zur Stressbewältigung spielen eine Rolle beim Resilienztraining
Es müssen jedoch nicht große Tragödien sein, an denen sich die Resilienz einer Person zeigt. Auch die Fähigkeit, mit Stress im Job oder im Alltag umzugehen, zeigt die Widerstandskraft. Wie reagiere ich auf pöbelnde Menschen in der U-Bahn, was fühle ich, wenn meine Kinder schreien – oder der Chef? Erfolgreiche Stressbewältigung spielt besonders in unserer digitalisierten Welt eine entscheidende Rolle. Wir sind umgeben von Technik. Stets erreichbar, können wir nicht abschalten. Burnout ist mittlerweile eine der häufigsten Ursachen für das Fehlen am Arbeitsplatz. Eine geeignete Methode zur gesunden Stressbewältigung ist zum Beispiel das Resilienztraining. Hinter dem Konzept steckt die Überzeugung, dass der Mensch von heute Stressfaktoren nicht entkommen kann. Er kann ihnen aber positiv begegnen und selbstbewusst entgegentreten, sofern er seine Resilienz trainiert. Beim Resilienztraining erweitern und stabilisieren Sie bereits vorhandene Kernkompetenzen bei der Stressbewältigung.

Beim Resilienztraining lernen Sie außerdem, auf innere Kraftquellen zurückzugreifen. Sie lernen, mit welchen Strategien Sie Krisen meistern und an ihnen wachsen können. Sind sie ein Mensch, der sich von wechselnden Stimmungen lenken lässt? Wenn Sie Ihre Resilienz stärken, werden Sie auch mit ihnen gekonnt umgehen. Laut Studien ist auch positives Denken entscheidend für die Fähigkeit zur Stressbewältigung. Denn Denken steuert unser Handeln. Dass Optimisten leichter und entspannter durchs Leben gehen, ist keine neue Erkenntnis. Das Gute ist: Auch positives Denken lässt sich beim Resilienztraining üben, damit Ihr persönliches Glas nicht länger halb leer, sondern halb voll ist. Auf dem Stundenplan beim Resilienztraining steht übrigens auch die Fähigkeit, Veränderungen als Teil eines natürlichen Prozesses zu akzeptieren. Nicht jeder geht mit Veränderungen im Leben entspannt um. Egal, ob eine Umstrukturierung in der Firma, ein Umzug oder der Verlust eines geliebten Menschen: Die Fähigkeit zur Stressbewältigung ist eine Sache der Übung – der Schlüssel dazu liegt im Resilienztraining.

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